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Devotionalien aus dem Heiligtum von Lourdes.

5 Verse, um Jesus in seiner Passion zu begleiten

Artikel veröffentlicht am 22/07/2025 in der Kategorie : Religiöse Nachrichten
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Die Passion Christi ist nicht nur eine Erzählung, die man sich anhören, oder ein Drama, das man betrachten sollte. Sie ist ein Weg, den es zu beschreiten gilt, ein Geheimnis, das es zu bewohnen gilt, eine Einladung, Jesus in seiner dunkelsten Stunde nahe zu sein. Das Evangelium fordert uns nicht auf, das Leiden Christi zu erklären. Es lädt uns ein, mit ihm hineinzugehen. Nicht um etwas zu tun, sondern um da zu sein. Anwesend zu sein. In Treue zu ihm. Im Gebet.

Diese fünf Verse können uns helfen, Jesus auf seinem Leidensweg zu begleiten. Nicht als Zuschauer, sondern als Begleiter. Sie sind nicht schnell zu lesen, sondern langsam zu meditieren. In der Stille zu empfangen. Im tiefsten Herzen nachklingen lassen.

"Meine Seele ist todtraurig. Bleibt hier und wacht mit mir." Matthäus 26,38


Im Garten Gethsemane lässt Jesus seine Menschlichkeit in all ihrer Zerbrechlichkeit durchblicken. Er ist kein furchtloser Held. Er ist ein Mensch, der zittert, der leidet, der Angst, Einsamkeit und Erschöpfung verspürt. Und in diesem Moment bittet er nicht um Reden. Er bittet um Anwesenheit. "Bleibt hier. Wacht mit mir."

Dieser Vers ist eine Einladung zur stillen Treue. Jesus zu begleiten bedeutet bereits, hier zu bleiben. Nicht wegzulaufen. Nicht einzuschlafen. Für sein Leiden präsent sein. Unsere Aufmerksamkeit, unser Herz, unser Gebet anbieten. Ihn durch unsere bloße Anwesenheit trösten, wie wir es bei einem Freund tun würden.


"Vater, nicht was ich will, sondern was du willst." Lukas 22,42


Dieses Wort, das in der Nacht des Todeskampfes gesprochen wurde, ist einer der Höhepunkte der Passion. Es nimmt Jesus nicht die Angst, aber es zeigt sein absolutes Vertrauen. Er gibt sich selbst auf. Er legt seinen Willen in die Hände des Vaters. Er entscheidet sich dafür, bis zum Ende zu lieben.

Wenn wir diesen Vers meditieren, werden auch wir zur Hingabe aufgerufen. Unsere Kämpfe, unseren Widerstand und unsere Ängste in die Hände Gottes zu legen. Es ist ein einfaches, aber gewaltiges Gebet. Es kann zu einem inneren Atemzug werden: Herr, ich verstehe nicht immer, aber ich vertraue dir. Ich lasse mich führen.


"Da verließen ihn alle und flohen". Markus 14,50


Die Einsamkeit von Jesus ist vollkommen. Selbst seine engsten Vertrauten verschwinden. Sie hatten geschworen, ihn nie zu verlassen. Sie fliehen, aus Angst, aus Panik, aus Schwäche. Und Jesus bleibt allein. Vor seinen Richtern. Allein in der Nacht. Allein, in der Ungerechtigkeit.

Dieser Vers ist eine Einladung, unsere eigenen Fluchten, unsere Verlassenheit, unser Schweigen zu erkennen. Aber er ist auch ein Aufruf, diesmal zu bleiben. Nicht zu fliehen. Dort zu stehen, wo andere gehen. Jesus in seinem Leiden zu begleiten, bedeutet auch, ihm zu sagen: Ich weiß, dass ich dich schon verlassen habe, aber heute will ich bleiben.


"Er wurde misshandelt, und er erniedrigte sich, er tat seinen Mund nicht auf." Jesaja 53,7


Dieser Vers des Propheten Jesaja, lange vor dem Evangelium, kündigt bereits die Passion des leidenden Gottesknechts an. Jesus ist dieser Knecht. Er wird geschlagen, angeklagt, beleidigt, und er schweigt. Er antwortet nicht auf Gewalt mit Gewalt. Er bietet sich an, er gibt sich hin, ohne sich zu verteidigen.

Es ist dieses Schweigen, das erschüttert. Diese Stille, die lauter spricht als die Schreie. Indem wir ihn in diese Stille begleiten, treten wir in die Logik der entwaffneten Liebe ein. Der absoluten Gewaltlosigkeit. Der Selbsthingabe. Wir sind eingeladen, dieser Stille zu lauschen. In sie einzutreten. Zuzulassen, dass sie uns formt.


"Es ist vollbracht." Johannes 19,30


Diese letzten Worte von Jesus am Kreuz sind kein Schrei des Versagens. Sie sind ein Schrei der Erfüllung. Alles wurde gegeben. Nichts wurde zurückgehalten. Die Liebe ist bis zum Ende gegangen. Die Mission ist erfüllt. Das Vertrauen ist vollkommen.

Wenn wir über diese Worte nachdenken, können auch wir unser Leben in die Hände des Vaters legen. Jesus in seiner Passion zu begleiten, bedeutet, ihm zu sagen: Herr, ich gebe dir zurück, was ich bin, was ich erlebt habe, was ich nicht verstehe. Erfülle in mir deinen Willen. Mach aus meinem Leben etwas Gutes, auch durch meine Verletzungen hindurch.


Schlussfolgerung


Jesus in seiner Passion zu begleiten, bedeutet nicht, Antworten zu finden. Es bedeutet, still zu werden. Sich zu verlangsamen. In seiner Nähe zu stehen. Ihn zu betrachten. Ihm zuzuhören. Vielleicht zu weinen. Wahrscheinlich beten. Diese Verse bieten uns einen Weg. Einen inneren Weg, unauffällig, aber mächtig. Ein Weg von Herz zu Herz mit dem, der alles aus Liebe gegeben hat.

Und vielleicht wird, wenn wir dort bleiben, bei ihm, ohne Lärm, ohne Forderungen, etwas in uns geboren werden, das stärker ist als das Leiden: der Friede. Der, der nicht aus der Welt kommt, sondern vom Kreuz. Und der im Verborgenen bereits das Licht des Ostermorgens vorbereitet.


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